Black is the new black – Kosmetik mit Aktivkohle

Ton- und Heilerden begleiten uns ja schon seit einiger Zeit durch unseren Beauty-Alltag. Als jüngstes It-Produkt hat die Schönheitsindustrie Aktivkohle auf den Markt geworfen. Spätestens seit sich Promis wie Kim Kardashian oder Gwyneth Paltrow als begeisterte „Charcoal“-Anwenderinnen geoutet haben, gibt es in der Beautyszene kein Halten mehr: Cremes, Masken, Duschgele und sogar Zahnpasta mit Aktivkohle wohin man blickt. Und selbst als Bestandteil von Limonade und Smoothies wurde Aktivkohle schon gesichtet.

Dabei ist der schwarze Stoff gar nicht neu, denn bereits die alten Ägypter und Griechen nutzten ihn zur Desinfektion von Wunden sowie zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden. Aktivkohle hat eine poröse Struktur und kann dadurch giftige und schädliche Stoffe wie ein Schwamm aufsaugen. Und genau deshalb steckt sie heute auch in so vielen Kosmetikprodukten.

Als Detox für die Haut entfaltet Aktivkohle ihre Wirkung vor allem bei fettiger und unreiner Haut, da sie den überschüssigen Talg an sich bindet und damit Mitessern und Pickeln vorbeugt. Aktivkohle-Shampoos befreien fettige Kopfhaut von Talg und jeden Haartyp gründlich von sämtlichen Styling-Rückständen. Und in Zahnpasta soll sie Verfärbungen durch Nikotin und Koffein ganz sanft entfernen, für ein strahlend weißes Lächeln – wissenschaftlich bewiesen ist das allerdings noch nicht.

Das klingt nach einem absoluten Allroundgenie der Schönheit, aber ein bisschen Vorsicht ist im Umgang mit Aktivkohle trotz aller Begeisterung geboten. Denn dummerweise ist das schwarze Wundermittel nicht in der Lage, zwischen guten und schädlichen Stoffen zu unterscheiden und bindet daher einfach alles an sich – auch gesunde und wichtige Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien. Daher solltet ihr bei der Verwendung von Aktivkohleprodukten eher sparsam sein und am besten keines davon täglich Anwenden.
Achtet zudem bei den Inhaltsstoffen darauf, dass „Charcoal“ beziehungsweise mineralische Kohle-Extrakte wie Kaolin explizit ausgewiesen sind. Es gibt unter den Kosmetikherstellern nämlich leider ein paar schwarze Schafe, die statt Aktivkohle einfach nur Farbstoff in ihre Produkte packen. Wenn ihr ganz sichergehen wollt, könnt ihr euch eine Aktivkohle-Maske aus Kohletabletten (bekommt ihr in der Apotheke) ganz einfach selbst herstellen. Die Tabletten zerstoßen und das Pulver je nach Hauttyp mit Quark oder Wasser (fettige Haut/Mischhaut) bzw. pürierter Avocado oder Olivenöl (trockene Haut) mischen, fertig!

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