Brush it like it’s hot – Make-up Tools im Test

Make-up auftragen ist eine Kunst für sich. Primer, Foundation, Concealer, Contouring etc. müssen perfekt miteinander verblendet werden damit man nicht aussieht, wie ein aus dem Zirkus entlaufener Clown. Aber wie trage ich diese Produkte optimal auf? Die schiere Menge an Pinseln, Schwämmchen in allen möglichen Formen, Brushes, Pads etc. wirkt schnell überfordernd. Das perfekte Make-up Tool lässt sich also nur auf einem Weg finden: ausprobieren. Ich habe für euch das Präzisionsei, die Make-up Brush, den Silcone Sponge sowie den klassischen Make-up Pinsel getestet. Ihr „Gegner“ ist meine Liquid Foundation, die ich mit der Pipette im Deckel direkt auf mein Gesicht tropfe und dann mit dem Tool der Wahl verblende.

Tag 1: Das Präzisionsei

Den Anfang macht das eiförmige Schwämmchen. Mit der breiten Unterseite verteile ich das Liquid Make-up im Gesicht und arbeite es in die Haut ein. Mit der feinen Spitze arbeite ich dann in den etwas schwerer zugänglichen Winkeln des Gesichts nach, also am Haaransatz, an den Nasenflügeln, den Lippen und den Augenbrauen. Das Ergebnis überzeugt, der Teint wird sehr ebenmäßig. Schade ist allerdings, dass der Schwamm einen Großteil des Make-ups aufsaugt – und auch nicht wieder hergibt. Egal wie gründlich ich ihn reinige, die Make-up Spuren lassen sich leider nicht mehr entfernen.

Tag 2: Die Make-up Brush

Ihre dreieckige Form sorgt dafür, dass ich das Make-up sowohl auf den größeren Gesichtsflächen als auch „in den Ecken“ prima verblenden kann. Zunächst komme ich mir völlig unbeholfen vor, denn meine gewohnte Tupf-Technik vom Schwämmchen-Ei funktioniert so gar nicht. Ein kurzer Blick auf die Umverpackung verrät: In kreisenden Bewegungen über das Gesicht gehen. Und siehe da: Mein Make-up verschmilzt mit der Haut, die danach super ebenmäßig aussieht. Außerdem bleiben kaum Make-up Rückstände in der Bürste zurück und nachdem ich sie mit warmem Wasser und einem milden Shampoo gereinigt habe, sieht sie aus wie frisch aus der Verpackung.

Tag 3: Der Silicone Sponge

Der Name ist etwas verwirrend, denn es handelt sich dabei nicht um einen Schwamm. Vielmehr ist es ein flaches, etwa handtellergroßes und transparentes Gel-Pad mit glatter Oberfläche. Für dieses Tool brauche ich zwei Anläufe, denn bei der ersten Anwendung habe ich nicht bedacht, dass das Ding aufgrund seiner Textur kein Make-up aufsaugen kann. Ich habe also meine gewohnte Menge Foundation verwendet und damit schlicht und ergreifend überdosiert. Das Ergebnis ist eine dicke Schicht Make-up, die vollkommen unnatürlich aussieht und sich mit dem Silicone Sponge auch nicht vernünftig verblenden lässt. Mit Hilfe eines Kosmetiktuchs und der Make-up Brush bekomme ich das Ganze aber soweit in den Griff, dass ich das Haus verlassen kann, ohne auszusehen wie eine Laiendarstellerin in einem Shakespeare-Stück.

Tag 4: Noch mal der Silicone Sponge

Da ich dieses nicht ganz optimale Ergebnis unter „eigene Doofheit“ einordne, bekommt der Schwamm der keiner ist am nächsten Tag eine zweite Chance, mit rund der Hälfte meiner sonst üblichen Make-up Dosis. Aber dennoch: Das Gel-Pad und ich werden keine Freunde. Egal, ob ich tupfe, kreise oder reibe, die Foundation lässt sich nicht gleichmäßig und verteilen und wirkt fleckig. Ich muss schon wieder auf die Brush zurückgreifen, damit ich mich aus dem Haus trauen kann. Der Vorteil des Silikon-Pads ist allerdings, dass an seiner Textur kein Make-up haften bleiben kann. Nach Gebrauch einfach mit lauwarmem Wasser abwaschen und das Ding ist sofort wieder einsatzbereit.

Tag 5: Der Make-up Pinsel

Er ist der Klassiker unter den Make-up Tools, den ich – wie ich zu meiner Schande gestehen muss – in letzter Zeit ziemlich ignoriert habe. Dabei ist er ein wirklich guter Helfer. Mit der breiten Fläche lässt sich die Foundation sehr gut im Gesicht verteilen und mit der Pinselspitze kann ich präzise am Haaransatz, den Nasenflügeln etc. arbeiten. Das Ergebnis ist sehr gleichmäßig und nicht maskenhaft. Ich habe allerdings den Eindruck, dass mit dem Pinsel die Deckkraft des Make-ups nicht so gut ist, wie bei der Brush und dem Präzisionsei. Insgesamt bin ich mit den gewählten Tools zufrieden, einzig der Silcone Sponge überzeugt mich nicht. Dafür hat die Make-up Brush jetzt einen neuen Fan, der ihr Ergebnis hat mich wirklich am meisten begeistert.

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