Hamamelis: Vorteile und Anwendung des pflanzlichen Wirkstoffes

Hamamelis gehört zu den häufig verwendeten Wirkstoffen in Hautpflege. Der Name Hamamelis setzt sich aus den altgriechischen Wörtern hama für gleichzeitig und melon für Apfel oder Frucht zusammen, ein Hinweis auf das gleichzeitige Erscheinen von Blüten und Früchten am Strauch.

Die ersten Menschen, die sich die auch als Zaubernuss (im Englischen: Witch Hazel) wegen ihrer heilenden Eigenschaften nutzten, waren die nordamerikanischen Natives. Europäische Siedler sahen die erstaunlichen Heilwirkungen, die sie mit dieser Pflanze erzielten, und so fand sie im 18. Jahrhundert ihren Weg nach Europa.

Hamamelis – Was ist das?

Hamamelis ist eine klare Flüssigkeit, die aus dem Aufkochen von Rinde, Zweigen und Blättern der Virginischen Zaubernuss (lat.: Hamamelis virginiana) gewonnen.

Als Inhaltsstoff der Wirkstoffkosmetik wird Hamamelis aufgrund seiner adstringierenden, entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften geschätzt. Das macht die Zaubernuss zu einem idealen Helfer bei Akne, Hautunreinheiten oder auch entzündlichen Erkrankungen der Kopfhaut.

Wie wirkt Hamamelis auf die Haut?

Die herausragende Eigenschaft der Zaubernuss ist ihre adstringierende und entzündungshemmende Wirkung. Sie eignet sich bestens zur Behandlung von Akne und zum Mattieren fettiger Haut, da sie die Poren verkleinert und den Talgfluss reguliert. Die antibakterielle Wirkung der Hamamelis verhindert zudem, dass sich entzündungsfördernde Bakterien auf der Haut ansammeln und neue Hautunreinheiten verursachen.

Zudem ist Hamamelis reich an Tanninen, welche die Haut vor freien Radikalen und oxidativen Schäden, sprich Pigmentstörungen und vorzeitiger Hautalterung, schützen. Die antioxidative Wirkung von Hamamelis ist noch ausgeprägter als die von Vitamin E, welches als eines der effektivsten Antioxidantien gilt. Gleichzeitig sollen sie auch die natürliche Schutzbarriere der Haut fördern und so deren Feuchtigkeitsverlust vorbeugen.

Hat Hamamelis Nebenwirkungen?

In der hautpflegenden Kosmetik findet sich Hamamelis vor allem in Gesichtswasser und Tonern, mitunter auch in Cremes sowie in After Shave-Produkten für die Herren. Hamamelis wird zum Teil als problematisch angesehen, da die enthaltenen Tannine und ätherischen Öle die Haut austrocknen und bei empfindlicher Haut zu Hautreizungen führen können. Das ist jedoch stark vom Hauttypen abhängen und es gibt Studien¹, die nahelegen, dass Hamamelis von den meisten gut vertragen wird.

Außerdem hängt die Verträglichkeit zum einen von der Hamamelis-Konzentration im Produkt sowie von der Konzentration ausgleichender Inhaltsstoffe ab. Idealerweise enthält Hautpflege mit Hamamelis auch immer Feuchtigkeitsspender und -binder wie Hyaluronsäure, Glycerin, Urea oder Panthenol.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte Hamamelis-Produkte zunächst nur ein-bis zweimal pro Woche verwenden und sein Hautbild beobachten. Reagiert die Haut positiv auf den Wirkstoff, kann die Anwendung nach und nach gesteigert werden.

¹ Sophia Colantonio, Jason K Rivers: Botanicals With Dermatologic Properties Derived From First Nations Healing: Part 2-Plants and Algae, J Cutan Med Surg. Jul/Aug 2017;21(4):299-307. doi: 10.1177/1203475416683390. Epub 2016 Dec 19.

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